XVIII. NATIONALES TREFFEN DES CB27 - SÃO PAULO

5. Februar 2020 à 6. Februar 2020
São Paulo, São Paulo

Am Mittwoch (05.02.) fand das XVIII. Nationale Treffen der Umweltdezernenten der brasilianischen Hauptstädte in São Paulo statt. Das Treffen, das erste im Jahr 2020, wurde im Rahmen der Veranstaltung BIO2020: Brasilianische Perspektiven für das Rahmenwerk der Biodiversität nach 2020 in São Paulo durchgeführt und befasste sich mit Aktivitäten zum Thema Baumbepflanzung.

In dem Bemühen, die kommunale Agenda der Städte mit Blick auf die im Oktober in China stattfindende COP15 der Konvention über die biologische Vielfalt anzupassen, nutzten die Umweltdezernenten und Vertreter der Hauptstädte die Aktivitäten rund um BIO2020, um die globale Agenda mit der Agenda zur biologischen Vielfalt in den Städten zu verbinden, über die Rolle der Hauptstädte bei der Erhaltung und Pflege der biologischen Vielfalt nachzudenken, Richtlinien für städtische Grünflächen zu diskutieren und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den lokalen Regierungen zu finden.

Biodiversität ist eines der großen Umweltthemen des Jahres 2020, denn in diesem Jahr steht die Neuverhandlung der globalen Rahmenrichtlinien der biologischen Vielfalt an, die durch die Einwirkung des Menschen im Laufe des letzten Jahrhunderts stark beeinträchtigt wurde. Gerade auf der COP15 sollen die Verpflichtungen, die die Staaten im Rahmen der Aichi-Ziele zur biologischen Vielfalt eingegangen sind, überprüft werden.

Eröffnet wurde das Treffen, das bei UMAPAZ – Koordinationszentrum für Umwelterziehung und Friedenskultur - im Ibirapuera-Park stattfand, mit den Ansprachen von Rodrigo Ravena, dem Büroleiter des städtischen Dezernats für Grünes und Umwelt der Stadt São Paulo; Edilene de Oliveira, Koordinatorin für Umweltpolitik von Fortaleza, in Vertretung von Águeda Muniz sowie Marina Caetano, Projektkoordinatorin der Konrad-Adenauer-Stiftung und Rodrigo Perpétuo, Exekutivsekretär von ICLEI Südamerika.

Auf dem Treffen wurden die Ergebnisse des Jahres 2019 vorgestellt, darunter die Zusammenstellung von 13 THG-Inventaren (Salvador, Belo Horizonte, Curitiba, Fortaleza, Recife, Aracaju, Florianópolis, Palmas, Porto Velho, São Paulo, Rio de Janeiro, Vitória, João Pessoa), neun Vulnerabilitätsstudien (Belo Horizonte, Fortaleza, Curitiba, Palmas, Rio Branco, Teresina, São Paulo, Vitória, Rio de Janeiro) und vier Aktionsprogramme (Fortaleza, Palmas, Vitória, Rio de Janeiro).

Am Nachmittag fanden die Wahlen zur Koordinationsleitung 2020 des CB27 statt. Die Nationale Koordination wird Bernardo Egas aus Rio de Janeiro zusammen mit Luzimeire Carreira aus Palmas als stellvertretende Koordinatorin ausüben. Bezüglich der Regionalkoordination wird Aberson Carvalho aus Rio Branco als Koordinator für die Region Nord tätig sein, Abelardo Jurema aus João Pessoa als Koordinator für die Region Nordost, Gilberto Marques aus Goiânia für die Region Mittlerer Westen, Mário Werneck aus Belo Horizonte für die Region Südost und Marilza Oliveira Dias aus Curitiba für die Region Süd.

Lutz Morgenstern, Umweltattaché an der deutschen Botschaft, schloss die Veranstaltung mit einem Vortrag über die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien auf diesem Gebiet ab.

An dem Treffen nahmen die Dezernenten und Vertreter von Belo Horizonte, João Pessoa, Rio Branco, Teresina, Aracaju, Porto Velho, Recife, Fortaleza, Goiânia, Curitiba, Salvador, Rio de Janeiro, Campo Grande, Vitória, Palmas, Belém, Maceió und Porto Alegre teil.